Kürzlich bin ich über einen journalistischen Beitrag gestolpert „Foilen – gefährlich für Schwimmer?“ In diesem Artikel wird das Foilen als gefährlich für Schwimmende und andere Seebenutzer eingestuft.
Welche foilenden Untersätze gibt es denn mittlerweile überhaupt? Wir unterscheiden Pumpfoilbretter und Wingfoiler, es gibt aber auch Foils unter Segelbooten, Surfbrettern, Kitesurfern und Motorbooten.
Zurück zur Aussage: Ist Foilen gefährlich für Schwimmerinnen und Schwimmer? Hier kann kurz und knapp gesagt werden: Nein! Solange die Badenden in der ausgezonten und mit gelben Bojen markierten Fläche einer Badeanstalt schwimmen, sind sie absolut sicher. Gelbe Bojen bedeuten: gesperrte Fläche und sie werden in der Schweiz vor allen Badeanstalten eingesetzt. In diesem Bereich ist das Befahren mit Wasserfahrzeugen jeglicher Art verboten!
Trotzdem: Viele Badelustige besuchen heute keine Badeanstalt mehr. Diese gehen irgendwo schwimmen und waren schon immer in Gefahr, nicht erst durch foilende Untersätze, sondern hauptsächlich durch Motorboote, Segelboote und Ruderboote konventioneller Art.
Diese frei Badenden schwimmen meist weit hinaus. Ist der Himmel bedeckt und der See vom Wind aufgewühlt, sind Schwimmende für Böötler aller Art kaum sichtbar. Sie bringen sich so vorsätzlich selbst in Gefahr. Abhilfe würden Badekappen in knalligen Farben schaffen. Nur, wer trägt schon solche? Die wenigsten.
Sollten die foilenden Untersätze wirklich eine Gefahr darstellen, was wäre die einseitige Konsequenz daraus: ein Verbot? Ein Foil-Verbot schafft aber keine Sicherheit. Die Motor-, Segelböötler und Ruderer wären ja immer noch da.
Wer foilt eher nahe Land und kommt mit einem Schwimmenden in Kontakt? Das sind die Pumpfoiler und vielleicht die Wingsegler als Anfänger. Alle anderen starten zwar auch vom Land aus, bewegen sich aber meist auf dem offenen See, also fern vom Ufer. Sie haben aber im Gegensatz zu den Ruderern immer den Blick in Fahrtrichtung.
Foilende Untersätze können bei idealen Bedingungen hohe Geschwindigkeiten erreichen. Das sind nur sehr wenige, viele Motorboote konventioneller Art können das aber auch. Dieses Tempo ist erst ab 300 Meter Uferabstand erlaubt, Bodensee ausgenommen. Weiter als bis zu 300 Meter vom Ufer sollte sich ein Schwimmender aus eigenem Interesse nicht unbegleitet hinauswagen.
Foilen aller Art wird uns in der Zukunft im Wassersport immer mehr begleiten. Wenn sich alle Ihrer Verantwortung bewusst sind, und sie auch wahrnehmen, ist ein Nebeneinander keine Gefahr. Foilen ist Zukunft. Sollte es tatsächlich mal gelingen Frachtschiffe auf Foils zu bringen, wird der Treibstoffverbrauch immens geringer.

Thomas Zwick, 28.5.2026, VSSS


